Legesystem · 3 Karten

Die Drei-Karten-Legung

Drei Karten nebeneinander: Das ist die vielseitigste Legung im Tarot. Sie ist schnell gelegt und zeigt trotzdem eine Entwicklung statt eines Momentbilds.

  1. Vergangenheit: was zur Situation geführt hat
  2. Gegenwart: wo du jetzt stehst
  3. Zukunft: wohin es sich entwickelt, wenn nichts sich ändert

So legst du die Karten

Mische, konzentriere dich auf deine Frage und lege drei Karten von links nach rechts aus. Deck sie in dieser Reihenfolge auf. Die mittlere Karte ist der Schlüssel: Sie beschreibt, worum es gerade wirklich geht. Die beiden äußeren Karten ordnen sie zeitlich ein.

Die Karten zusammen lesen

Achte darauf, wie die Karten zueinander stehen. Blicken Figuren in dieselbe Richtung, oder wenden sie sich voneinander ab? Wiederholt sich eine Farbe der Kleinen Arkana, betont das einen Lebensbereich. Zwei Karten der Großen Arkana in einer Drei-Karten-Legung deuten auf ein grundsätzliches Thema hin.

Die Zukunftskarte ist keine Vorhersage. Sie zeigt die Richtung, in die sich die Lage bewegt, wenn du weitermachst wie bisher. Gefällt dir diese Richtung nicht, ist das ein Hinweis, an der Gegenwart etwas zu ändern.

Varianten

Die drei Positionen lassen sich anders belegen, je nach Frage:

  • Situation, Hindernis, Rat für konkrete Probleme
  • Was hilft, was hindert, was ist zu tun für Entscheidungen
  • Körper, Geist, Seele für eine Bestandsaufnahme der eigenen Verfassung
  • Du, die andere Person, die Verbindung, siehe Liebestarot

Leg die Bedeutung der Positionen vor dem Mischen fest. Wer erst nach dem Aufdecken entscheidet, was welche Karte bedeuten soll, liest meist das heraus, was er hören möchte.

Ein Beispiel

Frage: „Was sollte ich über meine Arbeitssituation wissen?“ Es liegen der Eremit, der Wagen und der Stern. Gelesen als Geschichte: Nach einer Phase des Rückzugs und Nachdenkens kommt jetzt Bewegung in die Sache, du übernimmst die Führung. Wenn du das durchhältst, stellt sich wieder Zuversicht ein.